Geschichte
Heinersdorf wurde im Jahre 1244 als „Henrykestorp“ erstmals schriftlich erwähnt, es wird dabei als Templergut aufgeführt. Nachdem der Templerorden auf Betreiben des französischen Königs Philipp im Jahre 1312 aufgelöst wurde, ging das Gut an die Johanniter über. 1572 verkaufte der Herrenmeister der Johanniter das Dorf für 9000 Taler an Zacharias von Grünberg, den Statthalter von Küstrin. 1680 erwarb Franz von Meinders, ein Diplomat in Dienste das Kurfürsten, das etwas heruntergekommene Rittergut und brachte ihm neuen Aufschwung. Er baute das Hauptgebäude des Herrenhauses. Während von der kostbaren Innenausstattung jener Zeit nicht mehr viel übrig ist, sind die wertvollen Stuckdecken der Barockzeit noch zu bewundern, sie wurden bereits restauriert. 1802 wurde Heinersdorf von Carl Friedrich Wilhelm Schulz erworben. 1886 erfolgten umfangreiche Um- und Anbauten durch den damaligen Rittergutsbesitzer Günther Schulz von Heinersdorf. Das Herrenhaus blieb dann bis 1945 im Besitz der Familie Schulz.

Bereits im April 1945 richtete die Rote Armee ein Lazarett im Herrenhaus ein. Später zog die Heinersdorfer Schule in das Gebäude ein, weitere Räume wurden als Arztstube oder zur Unterbringung der Kriegsflüchtlinge und Vertriebenen genutzt. Während der DDR – Zeit diente das Heinersdorfer Herrenhaus als Landambulatorium, Zahnarztpraxis, Kinderheim, Kinderkrippe und Kindergarten. Nach dem Ende der DDR endeten diese Nutzungen. Bis 1996 gab es noch ein Ingenieurbüro im Herrenhaus, seit dem steht das Haus leer (und ohne kontinuierliche Nutzung). Schon seit vielen Jahren engagiert sich der Denk-mal-Kultur e.V. für das Herrenhaus. Seit 2014 gab es eine Bürgerinitiative, die den Verkauf des Hauses an einen Immobilienfonds verhindern konnte und ein Nutzungskonzept erarbeitete. In diesem Jahr (2026) konnte endlich die aus dieser Initiative hervorgegangene „Leben im Herrenhaus Heinersdorf GmbH“ das Haus von der Gemeinde übernehmen. Unser Ziel ist es, das Haus vor weiterem Verfall zu bewahren und es wieder für Veranstaltungen, als Dorfzentrum und zum Wohnen nutzbar zu machen. Wir sind uns der Größe dieser Aufgabe bewusst. Sollten Sie die Möglichkeit sehen, uns dabei in irgend einer Form zu unterstützen, freuen wir uns, von Ihnen zu hören. (Tel.: 033635 3398 oder eMail: jk@Layvis.de).